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Photo/Politics/Austria


Die Ausstellung Photo/Politics/Austria unternimmt, anhand von individuellen Bildern oder Bildserien, die besondere Ereignisse, historische Umbrüche oder gesellschaftspolitische Verwerfungen auf den Punkt bringen, eine fotografische Zeitreise durch die österreichische Geschichte der letzten 100 Jahre. Parallel dazu werden die Entwicklung der Fotografie und die Vielfalt der Formate, in denen sie im Laufe dieser 100 Jahre zum Einsatz kam, sichtbar.

Eine Ansichtskartenserie des Justizpalastbrandes (1927), Ernst Haas’ „Heimkehrer“-Fotoserie (1947) oder Heimrad Bäckers „Mauthausen-Dokumentation“ (1970er-Jahre), Friedl Dickers Montagen über die sozialen Zustände in den frühen 1930er-Jahren oder Seiichi Furuyas Auseinandersetzung mit der „Staatsgrenze“ (1981
–1983) fungieren ebenso als Bausteine eines visuellen Panoramas österreichischer Zeitgeschichte wie Setfotos zu „Sissi – Die junge Kaiserin“ (1956), Barbara Pflaums retuschierte Vorlagen für ihr berühmtes Franz-Olah-Cover der „Wochenpresse“ (1963) oder Ingeborg Strobls Fotoserie, die rund um die Volksabstimmung zu Österreichs EU-Beitritt 1994 entstand.

Photo/Politics/Austria entstand in Kooperation mit dem Photoinstitut Bonartes und zeigt Werke aus der Fotosammlung des mumok, ergänzt durch Leihgaben aus zahlreichen anderen Institutionen, die die Breite der Anwendungsmöglichkeiten des fotografischen Mediums spiegeln.

Kuratiert von Monika Faber und Susanne Neuburger

 

Veröffentlicht

Freitag, 01. Juni 2018