Dienstag bis Sonntag
10 bis 18 Uhr
Ausstellung |
17. September 2012 bis 5. Mai 2013
Poesie der Reduktion
Minimal, Concept, Land Art
Die Ausstellung stellt parallel zur Präsentation von Dan Flavin, dessen Œuvre in einen breiteren zeitgenössischen Zusammenhang. Sie führt anhand einer repräsentativen Auswahl aus den Sammlungs- beständen zur Minimal, Concept und Land Art die zentralen Themen dieser neoavantgardistischen Kunstrichtungen der 1960er- und 1970er-Jahre vor Augen. Die thematische Gliederung der Präsentation spiegelt mit der Abkehr von traditionellen Kunstgattungen den Auf- bruch zu einer neuen raum-, körper- und betrachterbezogenen Kunst wider, die ihre eigenen institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mitreflektiert. Der damit verbundene Wunsch nach Klarheit und analytischer Präzision äußerte sich zumeist in einer konzentrierten und reduzierten Formensprache, die das Sinnliche und Poetische nicht ausschließt, sondern, im Gegenteil, in einem neuen Licht erscheinen lässt.
So bergen auch die nüchternen Formen der Minimal Art, die gegen den Illusionismus der Malerei angetreten war, eindrucksvolle sensuelle und poetische Aspekte. Durch die Reduktion der Formen wird deren Wahrnehmung als subjektiver Akt erfahrbar, in dem das Werk, der Raum und die eigene Körperlichkeit sinnlich miteinander verspannt sind. Gerade die Einfachheit der Mittel erhöht die Komplexität der Werke, wie Donald Judd, einer der Hauptvertreter der Minimal Art, selbst anmerkte.